Gute Stimme - gute Verständlichkeit - viel Erfolg

Letzte Woche ging ich zur Apotheke, die Verkäuferin schenkte mir zum Dank für den Einkauf eine Flüssigseife (kann man seit Corona nie genug davon haben) – und gab mir außerdem die kostenlose Apothekenzeitschrift Apotheken-Umschau, Ausgabe 15.5.2020 B, mit.

Normalerweise lese ich die Zeitschrift nicht, doch wie mir selbst scheint, habe ich zurzeit mehr Muße. Smile Jedenfalls blätterte ich die Zeitschrift durch und stieß auf einen Artikel mit dem Titel „Sonorer Klang“ von Dr. Christian Heinrich. Tenor des Artikels:

Eine dunkle, tiefe Stimme signalisiert Kraft und Stärke und steigert die Chancen im Beruf.

Der Artikel war Musik in meinen Ohren, bestätigte er doch, was ich in Deutschkursen und Fortbildungen immer sage:

  • Um in der deutschen Sprache kompetent und seriös „rüberzukommen“, sollte man darauf achten, am Satz-Ende mit der Stimme signifikant nach unten zu gehen (fallende Endmelodie).
  • Insbesondere Frauen sollten ihre tiefere Stimmlage finden. Jede und jeder hat ein Spektrum, innerhalb dessen sie/er spricht. Auch wer glaubt, von Natur aus eine hohe Stimme zu haben, kann seine persönliche tiefere Stimmlage hervorkitzeln.

Und wie finden wir diese Stimmlage nun?

  1. Gähnen entspannt die Stimmmuskeln, macht die Stimme klarer und oft tiefer.
  2. An etwas Wohlschmeckendes denken oder sogar wirklich in einen süßen Apfel beißen und dann wohliges „Mmmmh“ sagen.
  3. Alternativ oder zusätzlich sich vorstellen, dass man jemandem zuhört, total entspannt, und dabei Zuhörersignale von sich gibt: Mhm. … Mhm … Mhm.

Wenn wir entspannt (!) Mmmmh oder Mhm sagen, befinden wir uns in unserem tieferen Spektrum.

Viel Erfolg.

P.S. Wussten Sie übrigens, dass Frauen heutzutage tiefer sprechen als früher? Sie haben sich unbewusst an die männliche Sprechweise angepasst, um ihre Karrierechancen zu wahren.