Sprechen ist Sport

Sprechen ist Sport! Bei jeder neuen Sportart muss man trainieren und bekommt zunächst einen Muskelkater, weil plötzlich Muskeln angesprochen werden, von denen man nicht ahnte, dass man sie hat. Wink Genauso ist es beim Sprechen in der fremden Sprache: „Neue“ Muskeln müssen aktiviert werden, die Zunge in ungewohnte Positionen gebracht werden usw. Deshalb gehört zum Phonetiktraining auch Artikulationsgymnastik. Dazu gibt es viele Übungen aus dem Sprech- und Stimmtraining für Schauspieler und aus der Logopädie. Ich verwende die folgenden:

  • Klöpfeln: mit den Fingerkuppen das Gesicht von der Stirn über die Wangen und bis zum Kinn abklopfen
  • Ausstreichen: die Hände auf die Wangen legen und mit den Händen nach unten streichen, dabei den Unterkiefer kräftig mit nach unten ziehen (Unterkiefer klappt weit nach unten)
  • wiederkäuende Kuh: mit dem Unterkiefer wie eine Kuh eine liegende Acht kauen
  • Spitzmaulfrosch-Breitmaulfrosch: Die Lippen im Wechsel spitzen und wieder breit machen, so als wolle man lächeln (bei geschlossenem Mund)
  • Die Lippen spitzen und den Mund so weit wie möglich nach rechts bewegen und dann nach links
  • Zähne putzen: mit der Zunge über die Zähne fahren (geschlossener Mund), oben und unten
  • die Zunge in die Wange stecken: die Zungenspitze zuerst in die linke Wange stecken, dann in die rechte
  • Lippenflattern: mit den Lippen „prusten“ wie ein schnaubendes Pferd oder wie ein Kind, das Auto spielt und „Brumm, Brumm“ mit den Lippen macht
  • Maultrommel: den Zeigefinger waagerecht zwischen die (fast) geschlossenen Lippen legen und dann mit dem Zeigefinger die Unterlippe in Schwingung bringen. Dabei kann man sogar ein Liedchen summen.
  • Zum Abschluss noch zur Lockerung der Gesichtsmuskulatur wilde Grimassen ziehen.

Jede Übung mache ich circa dreimal, bevor ich zur nächsten übergehe. Viel Spaß beim Ausprobieren! Smile