Der Nasal "ng"

Viele sprechen hier aus, was sie als Buchstaben sehen: n-g. Tatsächlich steht diese Buchstabenkombination aber für einen Laut [ŋ]. Den gibt es auch im Englischen: to sing, Deutsch: singen. Auf keinen Fall darf man „g“ sprechen!

Ein gute Vorübung für alle Nasale: Blasen Sie einen Luftballon auf. Halten Sie diesen vor Mund und Nase und sagen Sie „mmmmm“ oder „nnnnnn“. Spüren Sie die Vibration im Luftballon? Testen Sie, wie weit Sie mit dem Luftballon von Nase und Mund weggehen können und immer noch eine Vibration spüren. Sagen Sie nun auch Silben (ma, ma, mem, mem …) und Wörter mit „m“ (Marmelade, Mammut …)

Nun zum „ng“: Wichtig ist, dass der Zungenrücken (der hintere Teil der Zunge) fest gegen den Gaumen drückt und so verhindert, dass die Luft durch den Mund kommt. Die Luft muss bei der Nase raus! Den vorderen Teil der Zunge gegen die unteren Zähne legen. Die Zunge sieht also aus wie ein Berg.

Übung: Um die (Zungen-)Muskeln zu trainieren, öffnen Sie den Mund weit und drücken Sie den Zungenrücken nach außen. Dabei hebt sich der hintere Teil der Zunge nach oben. Halten Sie die Zungenspitze mit einem Wattestäbchen hinter den unteren Schneidezähnen fest. Versuchen Sie dann, „ng“ [ŋ] zu sagen. Fazit: Zungenspitze unten, hinterer Zungenrücken oben!

Eine andere Möglichkeit: „g – g – g – g“ sagen. Jetzt die hintere Zunge nach oben gegen den Gaumen heben und drücken. Versuchen Sie, „g“ zu sagen. Es sollte nicht mehr funktionieren.

Mehr Tipps zu „ng“ und Übungen finden Sie im Praxisbuch Phonetik ab Seite110.